Das Kleine Wiesental

Das Tal hat seinen Namen von dem Flüßchen "Kleine Wiese". Die am Belchen entspringende Belchenwiese und die am Köhlgarten entspringende Köhlgartenwiese vereinen sich in Tegernau zur Kleinen Wiese.

Die Kleine Wiese mündet unterhalb Schopfheim in die am Feldberg entspringende Große Wiese. Am Köhlgarten gab es früher Köhler, die Holzkohle brannten. Der Begriff "Kleine Wiese" stammt aus dem Keltischen und bedeutet "die sich Windende" bzw. war auch die Bezeichnung für "Bach".

Das Tal wurde schon um das Jahr 1000 von den Alemannen besiedelt. Adelsfamilien, die oft von Königen begünstigt waren,  ließen die wirtschaftlich bevorzugten Gebiete roden und besiedeln. Dabei spielten die Herren von Kaltenbach, von Wart und von Waldeck eine besondere Rolle. Sie wurden später von den Herren von Rötteln und dem von diesem abstammenden Geschlecht von Rotenburg abgelöst. Später kam ein Teil des Gebietes an das Kloster St. Blasien. Davon zeugt noch der Hirschkopf im Wappen von Raich.

Während früher die Einwohner des Kleinen Wiesentales vornehmlich von der Wald- und Viehwirtschaft lebten, verdienen sie heute ihren Unterhalt überwiegend als Pendler im vorderen Großen Wiesental und im weiteren Dreiländereck.

Gut markierte Wanderwege führen durch das ganze Kleine Wiesental, vorbei an munteren Bächen, durch Wald und Wiesen und idyllische Dörfer. Drei von ihnen sind mit Bundespreisen prämiert worden; auch die anderen können sich sehen lassen.  Viele Ruhebänke, Grill- und Schutzhütten laden ein zum Verweilen und Schauen. Nicht zu Unrecht wird das Tal „die gute Stube“ des Landkreises Lörrach genannt!

Bis zum Jahre 2009 existierten im Kleinen Wiesental acht selbständige Gemeinden. Am 01.01.2009 schlossen sich die Gemeinden  Bürchau, Elbenschwand, Neuenweg, Raich, Sallneck, Tegernau, Wies und Wieslet zu einer Gemeinde zusammen. Die neu entstandene Gemeinde hat den Namen „Kleines Wiesental“.